|
|
|
|
"Ágnes-Heller-Haus der Universität Innsbruck - Heimat von bidok seit dem Frühjahr 2026";
Bildrechte: © bidok & Lukas Kindl 2026
|
|
bidok Newsletter September 2026
|
|
Liebe Leser:innen des bidok Newsletter!
Liebe:r Interessierte:r!
|
|
1. Neues aus der bidokbib
|
|
Folgende Texte wurden vor kurzem in die bidokbib aufgespielt. Alle sind digital barrierefrei gestaltet und offen zugänglich (Open Access). Das PDF/UA-Format der Texte hilft dabei, sie für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.
|
|
- Bartuschat, Uwe (2026/2002):
Perspektiven für die Selbstbestimmung behinderter Menschen im Kontext gesellschaftlicher Diskurse und Praktiken ihrer Ermöglichung und Beschränkung (Diplomarbeit)
- Burk, Johanna und Pfahl, Lisa (2026/2026):
Tagungsbericht: 39. Jahrestagung der Inklusionsforschung (IFO) 2026 in Bremen
- Lanquetin, Nicolas (2026/2012):
Ich sehe jetzt die Behinderung als einen Teil von mir. Über die Bedeutung behinderter Peers bei der Rekonstruktion eines positiven Selbstbildes nach einer erworbenen Behinderung (Diplomarbeit)
- Plangger, Sascha und Schönwiese, Volker (2026/2010):
Behindertenhilfe – Hilfe für behinderte Menschen? Geschichte und Entwicklungsphasen der Behindertenhilfe in Tirol
- Schönwiese, Volker (2026/2009):
Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe: Von der Rehabilitation zu Selbstbestimmung und Chancengleichheit (Referat)
- Schönwiese, Volker (2026/2008):
Warum auf schulische Integration/Inklusion nicht verzichtet werden kann
- Schönwiese, Volker (2026/2003):
Selbstbestimmt Leben. Behindertenpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Vortrag)
- Schönwiese, Volker (2026/1994):
No Problem Orchestra: eine beklagenswerte Geschichte? – Über einen Prozeß mit politischem Hintergrund
- Spindler, Claudia (2026/2025):
Teilhabe am Arbeitsleben als Menschenrecht
|
|
|
Neuer Roman von Ottmar Miles-Paul in der bidokbib
Nach Zündeln an den Strukturen ist nun auch der zweite Roman von Ottmar Miles-Paul in der bidokbib verfügbar.
Der neue Roman heißt "Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion". Die Geschichte spielt im Jahr 2034 und beschäftigt sich mit der Frage: Was brauchen Menschen mit Behinderungen, wenn sie raus aus Einrichtungen und Werkstätten und selbstbestimmt mitten in der Gesellschaft leben und arbeiten wollen?
Im Mittelpunkt steht die fiktive Figur Helen Weber. Sie ist Rollstuhl-Nutzerin und engagiert sich in einer Gruppe für mehr Inklusion. Im Roman geht es um ihren Weg aus einem Wohnheim in eine eigene Wohnung und aus einer Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Dabei spielen auch Persönliche Zukunftsplanung und sogenannte "Ich will raus-Pat*innen" eine wichtige Rolle.
Wir freuen uns sehr, dass wir nach seinem ersten Roman nun auch "Ich will raus" in der bidokbib kostenlos und digital barrierefrei zur Verfügung stellen dürfen:
|
|
Hinweise: Bei den Texten handelt es sich sowohl um Neu-Aufnahmen, als auch um Übersiedlungen aus der alten digitalen Bibliothek von bidok.
bidok freut sich über die Einreichung von wissenschaftlichen, aber auch nicht-wissenschaftlichen Texten zu den Themen Behinderung und Inklusion. Reichen Sie Ihren selbst verfassten Text als Erst- oder Wieder-Veröffentlichung bei bidok ein! Schreiben Sie uns eine E-Mail!
|
|
2. bidok Autor:innen, Ausgabe 16: Stefan Doose
|
|
In unserem Newsletter stellen wir Autor:innen der bidokbib vor. Bislang haben wir etwa Georg Feuser, Swantje Köbsell, Rebecca Maskos und Hans von Lüpke präsentiert. Das Autor:innen-Portrait in diesem Newsletter widmen wir Stefan Doose. Aktuell sind 8 Texte von ihm "Open Access" und digital barrierefrei in der bidokbib verfügbar.
|
|
|
Stefan Doose ist Sozialpädagoge, Autor, Referent und Hochschullehrer. Seit vielen Jahren setzt er sich für Inklusion, Selbstbestimmung und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Seit 2018 ist er Honorarprofessor für Integration und Inklusion an der Fachhochschule Potsdam. Außerdem arbeitet er als Lehrer an einer Fachschule für Sozial- und Heilpädagogik in Schleswig-Holstein.
Nach seinem Studium der Sozialpädagogik arbeitet er zunächst in der "Behindertenhilfe". Schon früh beschäftigt ihn die Frage, wie Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt leben und arbeiten können. Mitte der 1990er Jahre studiert er an der University of Oregon in den USA. Dort vertieft er seine Kenntnisse zur Unterstützten Beschäftigung. Die personen-zentrierten Ansätze, mit denen er sich in dieser Zeit beschäftigt, prägen seine weitere Arbeit nachhaltig.
Von 1995 bis 2001 ist Stefan Doose Geschäftsführer der Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung (BAG UB). Gemeinsam mit vielen anderen setzt er sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen bessere Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erhalten. Außerdem engagiert er sich für die gesetzliche Verankerung von Integrations-Fachdiensten und der Arbeitsassistenz. Beide tragen dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen mit der nötigen Unterstützung einer Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachgehen können.
Nach einem Lehramts-Studium und dem Referendariat arbeitet er seit 2003 als Lehrer an einer Fachschule für Sozial- und Heilpädagogik in Schleswig-Holstein. Dort baut er unter anderem die Fachrichtung Heilpädagogik mit auf und begleitet zahlreiche Projekte zur Umsetzung von Inklusion und des Bundes-Teilhabegesetzes.
Parallel dazu ist Stefan Doose seit vielen Jahren als Autor, Referent und Projektbegleiter tätig. Er hält Vorträge und Seminare in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern.
Besonders bekannt ist Stefan Doose für seine Arbeit zur Persönlichen Zukunftsplanung. Dabei stehen nicht die Defizite eines Menschen im Mittelpunkt, sondern Wünsche, Fähigkeiten und Ziele. Gemeinsam mit Familie, Freund:innen und anderen unterstützenden Menschen werden Ideen entwickelt, wie ein selbstbestimmtes Leben gelingen kann. Stefan Doose gehört zu den wichtigsten Vertreter:innen dieses Ansatzes im deutschsprachigen Raum und hat ihn durch Bücher, Vorträge und Weiterbildungen entscheidend mitverbreitet.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich seit vielen Jahren ehrenamtlich. Doose war Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung. Außerdem war er Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied des Fördervereins bidok Deutschland – Netzwerk für Inklusion e.V. und arbeitet bis heute in verschiedenen Fachgremien zu Inklusion und Heilpädagogik mit.
(Quellen: Fachhochschule Potsdam; Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung e.V.)
|
|
Weitere Texte von Stefan Doose in der bidokbib:
|
|
3. Mitglied im Förderverein bidok Österreich werden
|
|
Liebe:r Interessierte:r,
seit vielen Jahren steht bidok für freien und barrierefreien Zugang zu Wissen über Behinderung, Inklusion und Barrierefreiheit. Als digitale Bibliothek, Archiv und Plattform für Inklusion sammelt, bewahrt und vermittelt bidok Wissen aus Wissenschaft, Praxis und Selbstvertretung. In unserer digitalen Bibliothek bidokbib veröffentlichen wir wissenschaftliche, gesellschafts-politische und künstlerische Beiträge Open Access und in digital barrierefreier Form.
Darüber hinaus dokumentiert, bewahrt und erweitert bidok das Online-Archiv zur Geschichte der österreichischen Behindertenbewegung. Dieses umfasst zahlreiche Dokumente und Materialien, darunter Interviews mit prägenden Persönlichkeiten der Behindertenbewegung sowie eine Zeitleiste wichtiger Ereignisse. Ergänzt wird das digitale Archiv durch ein kleines Präsenzarchiv und eine stetig wachsende Fachbibliothek.
Freier und barrierefreier Zugang zu Wissen ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und inklusive Bildung. Jährlich nutzen über 100.000 Menschen die Angebote von bidok.
Mit Ihrer Mitgliedschaft im Förderverein bidok Österreich helfen Sie mit,
|
|
- freie und barrierefreie Wissenszugänge dauerhaft zu erhalten,
- Open-Access-Publikationen zu Inklusion und Behinderung zu sichern,
- inklusive Bildungs- und Forschungsarbeit zu stärken,
- und Teil eines internationalen Netzwerks für Inklusion zu werden.
|
|
|
|
Mitgliedsbeiträge:
€ 12,- ermäßigt (Student:innen und Menschen mit geringem Einkommen), € 36,- reguläre Einzel-Mitgliedschaft
Auch Organisationen können Mitglied im Förderverein bidok Österreich werden! Sie sind Studienbeauftragte:r an einer Pädagogischen Hochschule, Fachhochschule oder Fakultät? Bitte schreiben Sie Lukas Kindl und fragen Sie eine institutionelle Mitgliedschaft an (kleine/große Institution € 120,- / 240,-) lukas.kindl@uibk.ac.at
|
|
|
Über den QR-Code oder über DIESEN LINK erhalten Sie das Beitrittsformular für den Förderverein bidok Österreich. Wir bitten Sie, dieses auszufüllen und entweder eingescannt an integration-ezwi@uibk.ac.at oder per Post an folgende Adresse zu senden:
Förderverein bidok Österreich Netzwerk für Inklusion Innrain 52a A-6020 Innsbruck
Wir würden uns sehr freuen, Sie als Mitglied im Förderverein bidok Österreich begrüßen zu dürfen!
ZVR-Zahl: 861693942
|
|
4. Zum Gedenken an Monika Strahl
|
|
Am 27. März 2026 ist Monika Strahl verstorben. Wir möchten an eine Frau erinnern, die die Behindertenbewegung in Bremen und darüber hinaus entscheidend mitgeprägt hat. Monika Strahl gehörte Ende der 1970er-Jahre zu den Gründungsmitgliedern der ersten Bremer Krüppelgruppe. Ihr zentrales Anliegen war ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen – ohne institutionelle Bevormundung und mit der Möglichkeit, notwendige Assistenz selbst zu organisieren. Auch für die Rechte behinderter Frauen engagierte sie sich über Jahrzehnte. Gemeinsam mit anderen gründete sie die Bremer Krüppelfrauengruppe und setzte wichtige Impulse für die Verbindung von Behinderten- und Frauenbewegung. Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis dieses Engagements ist die Fotoausstellung "Unbeschreiblich weiblich". Die zwischen 1988 und 1992 entstandenen Fotografien zeigten behinderte Frauen selbstbewusst, humorvoll und provokant. Die Ausstellung wurde bis 1999 in mehr als 30 Städten in Deutschland und in Wien gezeigt. 2023 hat Monika Strahl in der Zeitschrift für Disability Studies (ZDS) selbst auf die Entstehung und Geschichte des Projekts zurückgeblickt. Ihr Beitrag "Von einem Projekt zur viel beachteten Fotoausstellung 'Unbeschreiblich weiblich'" gibt einen persönlichen Einblick in die Arbeit der Bremer Krüppelfrauengruppe und die Bedeutung der Ausstellung. Wir erinnern uns an Monika Strahl als engagierte, selbstbewusste und lebensfrohe Wegbereiterin der Behindertenbewegung.
|
|
Zum Beitrag von Monika Strahl in der ZDS:
|
|
5. Nachruf: Bernadette Feurstein
|
|
|
"Bernadette Feurstein"; Bildrechte: © bidok
|
|
|
Am 28. Juli 2026 ist Bernadette Feuerstein im Alter von 67 Jahren in Wien verstorben. Mit ihr verliert die österreichische Behindertenbewegung eine ihrer prägenden Persönlichkeiten und eine wichtige Wegbereiterin für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen.
Seit Beginn der 1980er-Jahre engagierte sich Bernadette Feuerstein für die Rechte behinderter Menschen. Als Mitbegründerin von BIZEPS war sie maßgeblich am Aufbau der ersten österreichischen Beratungsstelle für Selbstbestimmtes Leben und der Peer-Beratung beteiligt. Sie war Mitbegründerin der WAG Assistenzgenossenschaft und langjährige Vorsitzende von Selbstbestimmt Leben Österreich. Persönliche Assistenz, Barrierefreiheit und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gehörten zu den zentralen Anliegen ihres jahrzehntelangen Engagements.
Bernadette Feuerstein gehörte zu jener Generation von Aktivist:innen, die den Wandel von einer Fürsorgepolitik hin zu einem menschenrechtlichen Verständnis von Behinderung mitgestalteten. Für sie war der Grundsatz "Nichts über uns, ohne uns" keine bloße politische Forderung, sondern gelebte Praxis. Dabei verband sie die Perspektive der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung mit ihrer fachlichen Erfahrung als Ministerialrätin im Bundesdienst.
Ein besonderes Anliegen waren ihr die Rechte von Frauen mit Behinderungen. Sie machte auf Mehrfach-Diskriminierungen aufmerksam und setzte sich dafür ein, dass Frauen mit Behinderungen als Expertinnen in eigener Sache sichtbar werden. Im Kompetenzteam Frauen mit Behinderungen des Österreichischen Behindertenrats brachte sie ihre langjährige Erfahrung unter anderem zu Persönlicher Assistenz, Elternschaft und Disability Mainstreaming ein.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Teilhabe an Kunst und Kultur. Als Leiterin der BIZEPS-Arbeitsgruppe "Kultur ohne Barrieren" kämpfte sie gegen die fehlende Zugänglichkeit von Kinos, Theatern und anderen Veranstaltungsstätten. Die Demonstration "Kulturstadt Wien für alle!" 1994 war ein sichtbarer Ausdruck dieses Engagements. Ihre beharrliche Arbeit trug unter anderem dazu bei, dass Viennale-Kinos barrierefrei umgebaut und Verbesserungen im Wiener Veranstaltungsstätten-Recht erreicht wurden.
Mit dem Dokumentarfilm "BlickBestimmung – Bilder selbstbestimmter Leben" setzte sie 2003 einen weiteren wichtigen Akzent. In elf Porträts kamen behinderte Menschen selbst zu Wort und zeigten Einblicke in ihr Leben. Der Film stellte damit die übliche Perspektive auf den Kopf: Nicht über behinderte Menschen wurde erzählt, sondern sie selbst bestimmten, wie ihre Lebensrealitäten sichtbar wurden.
Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurde Bernadette Feuerstein unter anderem 2002 mit dem "Preis der Menschlichkeit" der Stadt Wien und 2016 mit dem Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig Preis ausgezeichnet.
Bernadette Feuerstein hat die österreichische Selbstbestimmt-Leben-Bewegung und die Behindertenpolitik nachhaltig geprägt. Sie verband Beharrlichkeit, fachliche Kompetenz und politische Klarheit mit der Überzeugung, dass Inklusion nur gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen gelingen kann.
Wir erinnern uns an sie als engagierte Menschenrechtsaktivistin und Wegbereiterin einer Bewegung, die für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe kämpft.
Quellen: BIZEPS, Österreichischer Behindertenrat
|
|
Bernadette Feurstein im bidok-Archiv der Österreichischen Behindertenbewegung:
|
|
6. Verdienstkreuz für Monika Rauchberger
|
|
|
Am 15. August 2026 wurde in der Kaiserlichen Hofburg in Innsbruck der "Hohe Frauentag" gefeiert. Bei diesem Fest wurden viele Menschen für ihr Engagement ausgezeichnet. Eine der ausgezeichneten Personen ist Monika Rauchberger. Sie erhielt das Verdienstkreuz des Landes Tirol. Das ist eine der höchsten Auszeichnungen des Landes Tirol.
Monika Rauchberger setzt sich seit vielen Jahren für Menschen mit Lernschwierigkeiten ein. Seit 2002 arbeitet sie als Peer-Beraterin beim Projekt Wibs. Heute leitet sie das Wibs-Team.
Bei Wibs beraten Menschen mit Lernschwierigkeiten andere Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sie setzen sich dafür ein, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten selbst über ihr Leben bestimmen können.
Monika Rauchberger hält Vorträge und Kurse und macht Öffentlichkeitsarbeit. Sie schreibt auch Texte über ihre Erfahrungen und ihr Leben. Ein wichtiges Anliegen von ihr ist, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten Arbeitsplätze auf dem Ersten Arbeitsmarkt bekommen und für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden.
Monika Rauchberger kennt viele Hindernisse für Menschen mit Behinderungen aus eigener Erfahrung. Als Kind lebte sie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Später arbeitete sie in einer Werkstätte. Sie merkte, dass diese Arbeit nicht das Richtige für sie war.
Mit der Auszeichnung würdigt das Land Tirol ihren langjährigen Einsatz für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
bidok gratuliert Monika Rauchberger herzlich zur Auszeichnung!
Quellen: Wibs Tirol, Land Tirol
|
|
|
"Monika Rauchberger bei der Verleihung des Verdienstkreuzes des Landes Tirol";
Bildrechte: © Land Tirol / Sedlak
|
|
Texte von Monika Rauchberger in der bidokbib:
|
|
7. "Mit Ästen bis zum Himmel" mit Ticket-Verlosung
|
|
|
Ab 25. September ist der Film "Mit Ästen bis zum Himmel" von Katharina Copony im Kino zu sehen. Er begleitet Kinder und Jugendliche mit Blindheit oder Sehbeeinträchtigung an einer Schule in Wien.
"Mit besonderer Aufmerksamkeit für den Ton erkundet Regisseurin Katharina Copony ihre Welt des Hörens, Fühlens und Riechens und öffnet den Film zu einem Raum sensorischer Erfahrung.
Beim Schreiben, Dichten und Fußballspielen, auf Wegen durch das Institut und den öffentlichen Raum rücken Klänge, Rhythmen und Materialitäten ins Zentrum unserer Wahrnehmung: die Oberflächen von Filz, Herbstblättern und Bärenfell, der Klang eines Straußeneis, die Echos von Fahrstuhl und Treppenhaus, die Rhythmen einer Punktschriftmaschine und der Geruch eines Supermarkts" (Filmdelights)
Gleichzeitig führt der Blick auf den Alltag der Kinder und Jugendlichen an einer Schule für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche zu einer Frage, die für Inklusion zentral ist: Wie müssen Bildungsräume gestaltet sein, damit Verschiedenheit selbstverständlich Platz hat – und welche Strukturen braucht es dafür?
|
|
|
"Mit Ästen bis zum Himmel"; Bildrechte: © Filmdelights
|
|
2 × 2 Kinotickets zu gewinnen!
Gemeinsam mit dem Filmverleih Filmdelights verlost bidok 2 × 2 Tickets für "Mit Ästen bis zum Himmel" am Freitag, den 25. September um 20:00 im Leokino Innsbruck (Anichstraße 36).
Wer bis 20. September eine E-Mail mit Namen an kino@bidok.at schickt, nimmt an der Verlosung teil. Die Gewinner:innen werden bis 22. September per E-Mail verständigt. Die gewonnenen Tickets werden anschließend an der Kinokassa des Leokinos für die Gewinner:innen hinterlegt und können dort abgeholt werden.
Wer sich nicht auf das Glück verlassen möchte, kann Tickets direkt beim Leokino Innsbruck erwerben.
|
|
8. Vorschau: Ausstellung "Rechte statt Almosen!"
|
|
|
Vor 100 Jahren haben sich Menschen mit Behinderungen in Österreich zusammengeschlossen. Sie wollten nicht Mitleid, sondern Rechte.
1926 gründeten Menschen mit körperlichen Behinderungen in Wien die Erste Österreichische Krüppelarbeitsgemeinschaft. Sie kämpften unter anderem für Arbeit, Bildung und soziale Absicherung. Ihr Motto war: "Arbeit, nicht Mitleid!"
Ab dem 29. September 2026 zeigt das Haus der Geschichte Österreich in Wien die Ausstellung "Rechte statt Almosen! Die österreichische Behindertenbewegung in der Zwischenkriegszeit".
Die Ausstellung erzählt von den Menschen, die sich damals für ihre Rechte einsetzten. Sie zeigt auch, wie schwierig ihr Leben war und mit welchen Vorurteilen und politischen Problemen sie zu kämpfen hatten.
Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Zeitschrift "Der Krüppel". Die Zeitschrift gab Menschen mit Behinderungen eine eigene Stimme und machte ihre Forderungen öffentlich.
Auch die Zeit des Nationalsozialismus wird thematisiert. Die Behindertenbewegung wurde 1938 aufgelöst. Viele ihrer jüdischen Mitglieder wurden verfolgt und ermordet.
Die Ausstellung zeigt damit: Der Kampf von Menschen mit Behinderungen für Selbstbestimmung und gleiche Rechte hat eine lange Geschichte.
Die Ausstellung ist Teil des Forschungsprojekts "100 Jahre Behindertenbewegung in Österreich" von Volker Schönwiese und Angela Wegscheider.
|
|
- Wenn diese E-Mail nicht richtig angezeigt wird, können Sie auch die Internet-Ausgabe ansehen. Bilder und Bild-Beschreibungen werden dort meist besser dargestellt.
- Links werden in fetter blauer Schrift und unterstrichen angezeigt.
- Mit unseren selbst geschriebenen Inhalten wollen wir möglichst viele Menschen erreichen. Daher verwenden wir einfache Sprache und eine gut lesbare Schrift. Schwierige Wörter sind mit gelber Hintergrund-Farbe markiert und werden in einem neuen Fenster erklärt, wenn man auf das Wort klickt. Außerdem nutzen wir den Gender-Doppelpunkt.
Wollen Sie den bidok-Newsletter nicht mehr bekommen, dann können Sie sich jederzeit davon abmelden. Das ist nicht schwierig: Für eine Abmeldung hier klicken und die E-Mail-Adresse angeben.
|
|
Klicken Sie auf die folgenden Links, um entweder zu unserer Internet-Seite oder unserer digitalen Bibliothek bidokbib zu gelangen. In der bidokbib finden Sie frei verfügbare barrierefreie Texte: |
|
|
|
|