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Disability Pride Flagge vor dem Ágnes-Heller-Haus der Universität Innsbruck. Hier befindet sich das neue Büro von bidok im 9. Stock.
"Disability Pride Flagge vor dem Ágnes-Heller-Haus der Universität Innsbruck";
Bildrechte: © Helen Schieber 2026

bidok Newsletter Juli 2026

Liebe Leser:innen des bidok Newsletter!

Liebe:r Interessierte:r!

1. Neuer Standort des bidok-Büros

Bei bidok gibt es eine große Veränderung: Wir haben seit dem Frühjahr einen neuen Büro-Standort.

Nach etwa 5 Jahren in der Sillgasse 8 ist unser Büro nun im Ágnes-Heller-Haus der Universität Innsbruck (Innrain 52a). Es ist im 9. Stock am Institut für Erziehungswissenschaft angesiedelt.
Eingangsbereich des Ágnes-Heller-Hauses. Eine große, schön gestaltete Betonpforte, darunter zwei Glas-Schiebetüren und ein Boden-Leitsystem.
"Eingangs-Pforte des Ágnes-Heller-Hauses"; Bildrechte: © bidok & Lukas Kindl
Wir haben uns in unseren neuen Räumen bereits gut eingelebt und blicken gespannt auf die kommende Zeit an unserem neuen Standort.

Natürlich freuen wir uns auch über Besuch! Wenn Sie bei uns vorbeikommen möchten, bitten wir Sie, vorab per E-Mail einen Termin mit uns zu vereinbaren: integration-ezwi@uibk.ac.at

Panoramablick ins bidok-Büro: mehrere Computer-Arbeitsplätze und die Präsenz-Bibliothek von bidok.
"Blick ins bidok-Büro; Bildrechte: © bidok & Lukas Kindl
Wir freuen uns darauf, Sie in unserem neuen Büro begrüßen zu dürfen!

2. Mitglied im Förderverein bidok Österreich werden

Liebe:r Interessierte:r,

seit vielen Jahren steht bidok für freien und barrierefreien Zugang zu Wissen über Behinderung, Inklusion und Barrierefreiheit. Als digitale Bibliothek, Archiv und Plattform für Inklusion sammelt, bewahrt und vermittelt bidok Wissen aus Wissenschaft, Praxis und Selbstvertretung. In unserer digitalen Bibliothek bidokbib veröffentlichen wir wissenschaftliche, gesellschafts-politische und künstlerische Beiträge Open Access und in digital barrierefreier Form.

Darüber hinaus dokumentiert, bewahrt und erweitert bidok das Online-Archiv zur Geschichte der österreichischen Behindertenbewegung. Dieses umfasst zahlreiche Dokumente und Materialien, darunter Interviews mit prägenden Persönlichkeiten der Behindertenbewegung sowie eine Zeitleiste wichtiger Ereignisse. Ergänzt wird das digitale Archiv durch ein kleines Präsenzarchiv und eine stetig wachsende Fachbibliothek.

Freier und barrierefreier Zugang zu Wissen ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und inklusive Bildung. Jährlich nutzen über 100.000 Menschen die Angebote von bidok.

Mit Ihrer Mitgliedschaft im Förderverein bidok Österreich helfen Sie mit,
  • freie und barrierefreie Wissenszugänge dauerhaft zu erhalten,
  • Open-Access-Publikationen zu Inklusion und Behinderung zu sichern,
  • inklusive Bildungs- und Forschungsarbeit zu stärken,
  • und Teil eines internationalen Netzwerks für Inklusion zu werden.

Mitgliedsbeiträge:

€ 12,- ermäßigt (Student:innen und Menschen mit geringem Einkommen),
€ 36,- reguläre Einzel-Mitgliedschaft

Auch Organisationen können Mitglied im Förderverein bidok Österreich werden! Sie sind Studienbeauftragte:r an einer Pädagogischen Hochschule, Fachhochschule oder Fakultät? Bitte schreiben Sie Lukas Kindl und fragen Sie eine institutionelle Mitgliedschaft an (kleine/große Institution € 120,- / 240,-) lukas.kindl@uibk.ac.at

QR-Code zur Vereinsbroschüre des Fördervereins bidok Österreich.

Über den QR-Code oder über DIESEN LINK erhalten Sie das Beitrittsformular für den Förderverein bidok Österreich. Wir bitten Sie, dieses auszufüllen und entweder eingescannt an integration-ezwi@uibk.ac.at oder per Post an folgende Adresse zu senden:

Förderverein bidok Österreich
Netzwerk für Inklusion
Innrain 52a
A-6020 Innsbruck

Wir würden uns sehr freuen, Sie als Mitglied im Förderverein bidok Österreich begrüßen zu dürfen!

ZVR-Zahl: 861693942

3. Neues aus der bidokbib

Folgende Texte in Leichter Sprache wurden vor kurzem in die bidokbib aufgespielt. Alle sind barrierefrei gestaltet und offen zugänglich (Open Access). Das PDF/UA-Format der Texte hilft dabei, sie für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.
PDF/UA-Logo von bidok. UA steht für Universal Accessibility und bedeutet auf Deutsch universeller Zugang.
Logo der bidokbib, der barrierefreien digitalen Bibliothek von bidok.
Hinweise: Bei den Texten handelt es sich sowohl um Neu-Aufnahmen, als auch um Übersiedlungen aus der alten digitalen Bibliothek von bidok.

bidok
freut sich über die Einreichung von wissenschaftlichen, aber auch nicht-wissenschaftlichen Texten zu den Themen Behinderung und Inklusion. Reichen Sie Ihren selbst verfassten Text als Erst- oder Wieder-Veröffentlichung bei bidok ein! Schreiben Sie uns eine E-Mail!

4. bidok Autor:innen, Ausgabe 15: Wibs Tirol

In unserem Newsletter stellen wir Autor:innen der bidokbib vor. Bislang haben wir etwa Georg Feuser, Swantje Köbsell, Rebecca Maskos und Hans von Lüpke präsentiert.

Das Autor:innen-Portrait in diesem Newsletter widmen wir der Beratungs-Stelle Wibs. Aktuell sind 5 Texte "Open Access" und digital barrierefrei in der bidokbib verfügbar.
Das Team von Wibs Tirol steht vor dem Eingang des Selbstbestimmt Leben Büros. Sie heben alle ihren Daumen.
Das Wibs-Team; Bildrechte: © Wibs Tirol
Wibs Tirol
Wibs ist eine Abkürzung und bedeutet "Wir informieren beraten bestimmen selbst".

Wibs ist eine Beratungs-Stelle von und für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Innsbruck. Sie unterstützt die Menschen dabei, selbstbestimmt zu leben und ihre Rechte wahrzunehmen.

Was macht Wibs?

Wibs:

  • informiert Menschen über ihre Rechte,
  • berät bei Problemen und Fragen,
  • macht Menschen Mut,
  • unterstützt ein selbstbestimmtes Leben,
  • hilft bei Themen wie Arbeit, Wohnen, Freizeit und Beziehungen,
  • organisiert Gruppen zum Austausch mit anderen Menschen.
Wer berät bei Wibs?

Bei Wibs beraten Menschen mit Lernschwierigkeiten andere Menschen mit Lernschwierigkeiten. Das nennt man Peer-Beratung. Die Berater:innen kennen viele Situationen aus eigener Erfahrung.

Wibs möchte, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten:

  • selbst Entscheidungen treffen,
  • eine gute Arbeit finden,
  • selbst wohnen können,
  • ernst genommen werden,
  • die gleichen Rechte haben wie alle anderen Menschen.

Quelle: Wibs Tirol

Weitere Texte von Wibs in der bidokbib:

5. Neue Ausgabe der ZDS

Die neue Ausgabe der Zeitschrift für Disability Studies (Ausgabe 1, 2026) ist online: Diesmal geht es um Menschenrechte im Kontext von Behinderung. Gastherausgabe des Bochumer Zentrums für Disability Studies (BODYS)

HIER geht es zum Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe!

Mit Beiträgen von u.a.: Malin Butschkau, Dave Tyra-Specht, Helen Akin, Rebecca Daniel, Charlie Renke und Sebastian von Peter, Tanja Huchler sowie T.G. Maigrés.
Logo der ZDS - Zeitschrift für Disability Studies.
Logo der ZDS - Zeitschrift für Disability Studies; Bildrechte: © ZDS
Links:

6. bidok erhält Förderung durch Förderkreis 1669

Das bidok-Projekt „Barrieren erkennen und abbauen“ wird vom Förderkreis 1669 der Universität Innsbruck unterstützt.

bidok wird Materialien und Workshops entwickeln, die Universitäts-Angehörigen grundlegendes Wissen über Inklusion, den Abbau von Barrieren und die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Hochschul-Kontext vermitteln sollen.

Im Jahr 2027 werden etwa praxisnahe Inklusions-Info-Cards erarbeitet. Sie greifen typische Situationen aus dem Universitäts-Alltag auf und zeigen konkrete Handlungs-Möglichkeiten zum Abbau von Barrieren. Damit soll die inklusive Kultur an der Universität gestärkt und ein Beitrag zu einer barrierefreien Lehre, Forschung und Verwaltung geleistet werden.

Der Förderkreis 1669 unterstützt neben dem bidok-Projekt fünf weitere Projekte zum Thema "Soziale Chancengleichheit, Diversität und Inklusion". Die Förderung ist eine wertvolle Anerkennung unserer Arbeit und ermöglicht es uns, neue Ideen für mehr Inklusion und Barrierefreiheit an der Universität umzusetzen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Mitgliedern des Förderkreises 1669 sowie bei allen Förder:innen für das entgegengebrachte Vertrauen und die wertvolle Unterstützung!

Link zum Förderkreis 1669:

7. Der Juli ist Disability Pride Monat

Der Disability Pride Monat findet jedes Jahr im Juli statt. In diesem Monat stehen die Vielfalt der Disability Community und die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. Der Disability Pride Monat macht auf Diskriminierung und Ausgrenzung aufmerksam.

„Disability Pride“ ist ein Begriff aus der internationalen Behinderten-Bewegung. Die Disability-Pride-Bewegung entstand in den USA. Disability Pride steht für eine selbstbewusste und politische Sicht auf Behinderung.

Lange Zeit wurde Behinderung von der Gesellschaft vor allem als persönliches oder medizinisches Problem betrachtet. Menschen mit Behinderungen wurden ausgegrenzt. Andere Menschen und Institutionen bestimmten über ihr Leben.

Die Behinderten-Bewegung kämpft seit vielen Jahren gegen diese Sicht auf Behinderung. Sie zeigt: Nicht die Behinderung eines Menschen ist das Problem. Gesellschaftliche Barrieren und Diskriminierung behindern Menschen dabei, selbstbestimmt und gleichberechtigt zu leben.

Im Mittelpunkt von Disability Pride stehen die Erfahrungen und Perspektiven von Menschen mit Behinderungen. Behinderung wird dabei als Teil der menschlichen Vielfalt verstanden.

Warum braucht es den Disability Pride Monat?

In unserer Gesellschaft gibt es noch immer viele Barrieren: Manche Gebäude sind nicht mit dem Rollstuhl zugänglich. Viele Internet-Seiten sind nicht barrierefrei. Informationen sind oft schwer verständlich.

Es gibt auch Barrieren in den Köpfen: Dazu gehören Vorurteile über Menschen mit Behinderungen. Manche Menschen glauben zum Beispiel, dass Menschen mit Behinderungen weniger können. Oder dass andere Menschen für sie entscheiden sollen.

Solche Einstellungen nennt man Ableismus.

Ableismus bedeutet: Menschen werden danach bewertet, was sie können oder leisten. Menschen mit Behinderungen werden durch diese Denkweise benachteiligt, ausgeschlossen oder abgewertet.

Gesellschaftliche Barrieren und ableistisches Denken verhindern, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbestimmt leben können.

Die Disability Pride stellt dieser Diskriminierung eine andere Sicht entgegen. Im Mittelpunkt stehen Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft.

Der Disability Pride Monat macht auf Diskriminierung und gesellschaftliche Barrieren aufmerksam. Gleichzeitig macht er die Vielfalt, die Perspektiven und den politischen Einsatz der Disability Community sichtbar.

Disability Pride Flagge vor dem Ágnes-Heller-Haus.
"Disability Pride Flagge vor dem Ágnes-Heller-Haus"; Bildrechte: © bidok & Lukas Kindl
Warum findet der Disability Pride Monat im Juli statt?

Der Monat Juli wurde nicht zufällig gewählt: In den USA kämpften Menschen mit Behinderungen schon lange für ihre Rechte. In den 1970er-Jahren wurde das Disability Rights Movement zu einer wichtigen politischen Bewegung. Auf Deutsch bedeutet das: Behindertenrechts-Bewegung.

Menschen mit Behinderungen protestierten gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Sie forderten Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und gleiche Rechte. Auch andere Bürgerrechts-Bewegungen waren wichtige Vorbilder.

Diese politischen Kämpfe führten zu wichtigen Veränderungen: Im Juli 1990 wurde in den USA der „Americans with Disabilities Act“, kurz ADA, beschlossen. Dieses Gesetz soll Menschen mit Behinderungen vor Diskriminierung schützen.

Der Disability Pride Monat erinnert deshalb auch an die Kämpfe der Behindertenrechts-Bewegung. Viele Rechte und Verbesserungen wurden von Menschen mit Behinderungen selbst erkämpft.

Diese Kämpfe sind noch nicht vorbei. Auch heute gibt es Ableismus, Diskriminierung und gesellschaftliche Barrieren.

Der Disability Pride Monat steht deshalb für Vielfalt, Selbstbestimmung und Teilhabe. Er macht die Perspektiven der Disability Community sichtbar und erinnert an den politischen Einsatz von Menschen mit Behinderungen für ihre Rechte.

Eine wichtige Forderung der Behinderten-Bewegung lautet:
Nichts über uns ohne uns!

Hinweise für Leser:innen

  • Wenn diese E-Mail nicht richtig angezeigt wird, können Sie auch die Internet-Ausgabe ansehen. Bilder und Bild-Beschreibungen werden dort meist besser dargestellt.
  • Links werden in fetter blauer Schrift und unterstrichen angezeigt.
  • Mit unseren selbst geschriebenen Inhalten wollen wir möglichst viele Menschen erreichen. Daher verwenden wir einfache Sprache und eine gut lesbare Schrift. Schwierige Wörter sind mit gelber Hintergrund-Farbe markiert und werden in einem neuen Fenster erklärt, wenn man auf das Wort klickt. Außerdem nutzen wir den Gender-Doppelpunkt.
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